Archiv für die Kategorie ‘Unglaublich’

Ach übrigens…

9. Februar 2009

Pups ist ein Ortsteil der Gemeinde Feldkirchen-Westerham in Oberbayern.

In Pups leben 7 Menschen (Stand 2004. Vielleicht ist es ja auch inzwischen zur Millionenmetropole geworden.)

Pups liegt nördlich der Gemeinde Unterlaus.

(man sollte öfter solche Worte googeln…)

Deutsches Inuktitut

4. Februar 2009

Manchmal ist es doch üüübelst witzig, von wo wir uns Begriffe gemopst haben, um den deutschen Wortschatz aufzustocken. Fremdwörter, Lehnwörter und so Zeugs kommen von überall her, aus dem Englischen, Französischen…

Aber woher kommen eigentlich „Anorak“ oder „Kajak“?
Aus dem Grönländischen! Ist das nicht klasse? Unsere Sprache ist fantasielos, aber multikulturell. Da wurden eben mal „annoraaq“ und „qajak“ aus einer Sprache entlehnt, die heute nur von rund 50.000 Muttersprachlern gesprochen wird und die eigentlich gar nicht so simpel „Grönländisch“ heißt, sondern wirklich „Kalaallisut“ oder auch „Grönländisch Inuktitut“.

So. Und wer errät jetzt, was die deutsche Sprache aus „illu“ und „pakkarsuak“ gemacht hat?

Füllwörter

20. Januar 2009

Da fragt man doch nicht mehr, ob das Glas halbvoll oder halbleer ist.

glas

Sondern nur noch, wie voll so ein Glas eigentlich werden kann.

Das letzte mal klug gewesen

8. Januar 2009

Da sitz ich einmal ganz parasitär in einem Linguistikkurs (ich war auf der Suche nach einem warmen Raum, wo es so langweilig sein würde, dass ich gezwungen wäre zu lernen, um nicht vor allen anderen einzuschlafen) und schaue mir die letzten Chinesischlektionen an, während ein Student einen Vortrag hält (irgendwas mit Syntax und so).
Plötzlich muss ich aufhorchen, als ein Kommilitone sich meldet und sagt: „Das war ja im Portugiesischen früher auch so. Das hieß das [er zitiert "ich gehe, du gehst, er/sie/es geht..." in einer mir unbekannten Sprache]. Dann wurde es zu [...], bis [...] und [...] verschmolzen und man heute eben einfach [...] sagt.“
Hat der amerikanische Austauschstudent in einem deutschsprachigen Linguistikkurs gerade Alt-Portugiesisch gesprochen?!?

Ach ja… damals in der ersten Klasse der Grundschule… da hab auch ich mich noch intelligent gefühlt.

The Magdalene-Sisters

25. September 2008

Es ist krass, was man manchmal alles so lernt, wenn man durch Zufall auf einen bestimmten Film stößt, von dem man zuvor noch nichts gehört hat. Man lernt zum Beispiel etwas über das Land, in dem man vor ein paar Wochen Urlaub gemacht hat und das man doch so unbeschreiblich schön findet. Da gab es diese Magdalenen-Heime, die im 20. Jahrhundert von der katholischen Kirche übernommen wurden und in denen „gefallene Mädchen“ ihre Sünden durch harte Arbeit, Stillschweigen und Prügel vebüßen mussten. Solche Mädchen, die es gewagt hatten, im konservativen und erzkatholischen Irland ein uneheliches Kind zur Welt bringen, solche, die die Frechheit besaßen, hübsch und aufreizend zu sein oder jene, die sich vergewaltigen ließen. Diese Mädchen waren dann dort, im Magdalenen-Heim, schufteten Tag für Tag, erhielten keinen Lohn und erst Recht keinen Besuch von „draußen“ und wussten nicht, ob sie jemals wieder „entlassen“ werden würden.

Das letzte dieser Heime wurde 1996 geschlossen.

Puente

5. August 2008

„Manchmal bin ich doch echt der totale Vollhorst!“, denke ich mir, ignoriere das sonst so mitreißende Lied, das von den Kopfhörern in mein Bewusstsein zu gelangen versucht, und gehe resigniert nach Hause.

Was bisher geschah:

„… did I make it that easy to walk right in and out of my life…?“, summe ich gedanklich mit, während ich – die Tasche geschultert und die Arme vor der Brust verschränkt – die Treppe aus dem U-Bahntunnel hinauf gehe und meinen Heimweg antrete.

Ohne auf etwas Bestimmtes zu achten, schaue ich – noch immer auf das Lied konzentriert – in der Gegend rum. Rechts ein Zigarettenverkäufer, von links kommt mir ein Fahrradfahrer entgegen, vorn der Ramschladen, der Fahrradfahrer hat braune Dreadlocks, an mir gehen zwei wild gestikulierende Asiatinnen vorbei, er sieht mich an.

„Ist das nicht…?“ schießt es mir plötzlich durch den Kopf. Das Lied ist vergessen, ich sehe nach links, er ist jetzt fast an mir vorbei. Unsere Blicke treffen sich und es dauert den Bruchteil einer Sekunde, bis ich erkenne „Das ist er doch!“ Er sieht, dass ich ihn sehe, ich senke schnell wieder den Blick, lasse mir keine Reaktion anmerken, gehe gleichen Tempos weiter. „Das ist er! Wie cool! Wie lange habe ich mich schon gefragt, wie er jetzt wohl aussieht und ob ich ihn mal wieder treffen würde. Die meisten Menschen kannst du übers Internet ausfindig machen, nur er scheint sich die letzten Jahre davor bewahrt zu haben. Und jetzt begegnet er mir zufällig auf dem Nachhauseweg zu einer Zeit, zu der ich sonst nie unterwegs bin.“

Ich drehe mich um, er ist schon an der nächsten Kreuzung angelangt und biegt in eine Straße ein.

Vorbei.

Und in meinem Kopf statt der rothaarigen Schmusesängerin ein Szenario, wie es hätte anders laufen können.

Anja Strilek Anja Strilek Anja Strilek Anja Strilek

Anj- versus Manni-Monster

10. Juli 2008

Wenn auf dem Weg zur Uni bin und im Stadtzentrum aus der S-Bahn steige, klaustrophobisch über die Menschenmenge linse und mir ellenbogenherausfahrend meinen Weg zur Rolltreppe bahne, bin ich nicht mehr ich selbst. Dann verschwindet für einen Moment das sonnige, liebe Gemüt aus meinem Gesicht und macht einem kleinen Monster Platz. Dann fange ich an, die Leute zu beschimpfen, mich darüber aufzuregen, dass die Touristen immer genau einen Schritt aus der vollen Bahn tun, dann stehen bleiben und sich umsehen, wo sie denn hinmüssten. Dass Wandertagsgruppen voller Halbstarker auf dem Bahnsteig einen Kreis bilden, um darüber zu diskutieren, ob bei BurgerKing oder McDonald’s ge-zweites-frühstückt wird. Dass die Leute auf dem Weg zur Treppe grundsätzlich laaaangsam laufen und auch links stehen, dabei müssten die doch spätestens seit meinem ersten Englandaufenthalt wissen, dass das ein No-Go ist. (Im wahrsten Sinne des Wortes).

Ja, und dann schimpfe ich, wettere und pöble, mache Gebrauch von meinem Wortschatz, den ich am Stadtrand gelernt habe und werde richtig unfein. Gedanklich. Natürlich. Ich will es schließlich lebend zur Uni schaffen.

Heute sah ich einen großen Mann, leicht ergraut und mit feinem Anzug, das Rollköfferchen hinter sich herziehend, wie er am Bahnsteig einen etwa zehnjährigen Jungen aus dem Weg schubst.

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Und ich dachte, ICH wäre fies.

Zwischen gepusht und gerippt…

15. Mai 2008

Als ich heute pessimistischen Mutes in der Unterwäscheabteilung eines renomierten Shoppingshops stand – um mich herum bunt-bespitzte Seiden-Baumwoll-Schlüppi-BH-Kombinationen – kam ich nicht umhin ein Mädchen zu belauschen, das gerade lauthals seiner Freundin die Sorgen des Tages unterbreitete.

„Immer machen die so fette Polster in die BHs! Es gibt nur noch Push-ups! Und was ist mit Frauen wie mir? Ich hab schon so riesen Dinger. Wenn ich sowas noch trage, habe ich Monster-Oschis! Ey! Aber daran denken die ja nicht…!“

Wer auch immer „die“ sind. „Die“ – die kleinen bösen Körbchengnome, mit Wattebausch und Nadel bestückt, die sich heimlich nachts in Dessousläden schleichen und dicke Knubbel in die BHs nähen. Aus Rache für großzügig bestückte Damen, auf dass sie noch mehr leiden müssen, und als Forderung an die weniger Propperen, auf dass sie gefälligst auch mal ein dickes Dekolleté zeigen.

‘Naja, man kann sich auch was einbilden’, dachte ich, während ich mich nach dem zeternden Mädchen umdrehte und sie heimlich von ihrer ziemlich schlanken Rückseite mustere. Da ich der Sache aber genau auf den Grund gehen wollte (man ist ja neugierig und der gebrüllte Monolog hat mich ja quasi dazu gezwungen!), tänzelte ich unauffällig um die beiden Girlies herum, um die eine mit den Möchtegernoschis von vorn zu sehen. Mit vor Anstrengung verzerrtem Gesicht schielte ich also versteckt zwischen Omahöschen und gestreiften Schlafanzugpanties um ein Regal und erhaschte einen Blick auf Mama Oschis Vorderseite.

Okay.

Sie hatte recht.

Diese fiesen, fiesen Körbchengnome!!!

Mädchen geh’n immer zu zweit…

25. März 2008

Neulich trank ich einen halben Liter Apfelschorle in einem italienischen Restaurant. Das Resultat: ich schnappte mir meine Freundin und verschwand mit ihr „für kleine Mädchen“. Als wir die entsprechende Tür öffneten, konnten wir’s kaum glauben…

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Was glotzt’n so?

20. März 2008
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