Archiv für die Kategorie ‘Uni’

Das Haus, das Verrückte macht

7. Juli 2008

Manchmal erinnert mich das Geschehen in der Uni an einen ganz bestimmten Film… Hm, vielleicht komm ich ja drauf, wenn ich die Situation nachstelle und aus Datenschutzgründen anstelle von “Schein für Grundkurs Sowieso bei Dr. Fragmich” einfach “Passierschein XY” sage. Mal schauen, wo ich am Ende lande.

Ich: (braucht Schein A und weiß als kluge Studentin, dass sie dafür Passierschein B und C einreichen muss, um Passierschein E zu bekommen, mit dem sie wiederum Schein A erlangt)

Bürotante 1: (sieht das anders) Also das bringt Ihnen gar nichts, wenn Sie das bei mir einfach abgeben (breitet vor unserer verdutzten Studentin Passierschein B-1, B-2, B-…, B-15 aus) Passierschein B-1,B-2 und B-3 sind unvollständig von Ihren Dozenten ausgefüllt worden. Bitte holen Sie das nach. Und dann füllen Sie bitte Passierschein D aus. Außerdem fehlt Passierschein B-16. Den müssen Sie noch organiseren!

Ich: (schluckt erste verzweifelte Tränchen hinunter und macht sich tapfer auf den Weg… und besorgt bei Bürotante 2, 3, 4 und 5 alle fehlenden Unterlagen)

Büroonkel 1: Hallo.

Ich: Hallo, ich bräuchte hier mal eine Unterschrift auf Passierschein E, es geht um…

Büroonkel 1: Na klar!

Ich: (verlässt verwirrt, aber in Siegerlaune nach zwei Sekunden das Büro des Büroonkels)

Bürotante 6: Hallo.

Ich: Hallo. Ich bräuchte hier mal eine Unterschrift. Büroonkel 1 hat auch schon…

Bürotante 6: Na klar.

Ich: (kann ihr Glück kaum fassen und macht sich nichts Böses ahnend auf den Weg zu ihrem lezten Ziel… glaubt sie jedenfalls…)

Bürotante 7: Hallo.

Ich: Hallo. Ich bräuchte dringend Passierschein A. Dafür wurden Ihnen Passierschein B und C eingereicht und ich hab Passierschein E mitgebracht.

Bürotante 7: Soso. Da müssen aber noch Bürotante 8 und ihre Gefolgsleute drauf unterschreiben. Ich werd das nächste Woche Montag vorbeibringen, dann hab ichs Mittwoch und schicke Ihnen dann Passierschein A zu.

Ich: Aber ich brauche Passierschein A dringend. Die Frist läuft Ende nächster Woche ab…

Bürotante 7: Na, dann schreiben sie mal hier irgendwo Ihre Telefonnummer auf und ich rufe Sie an, wenn Sie Passierschein A abholen können…

Wie wird es enden? Unsere mutige Studentin verlässt am Boden zerstört die 7. Bürotante, dem Schicksal schon beinahe ins Auge blickend, die Stirn sorgenvoll umkräuselt,die Hoffnung zerstört. Wird sie es rechtzeitig schaffen, Passierschein A zu bekommen? Was für Abenteuer warten noch auf sie? Noch ist alles offen…

Ich habe das seltsame Gefühl, dass mich dann und wann meine Irrungen und Wirrungen durch die verschlungenen Gänge und Gebäude des Uni-Campus (oder heißt es: Uni-Campi?) an etwas errinnern… An einen Film, in dem es das “Haus, das Verrückte macht” gab. Wo war das noch gleich?

…und dann ist schon wieder Montag

5. Mai 2008

… aus dem Bett gequält; in die neuen Pumps geschlüpft; falsch gelächelt im Uniseminar; Sonnenstrahlen eingeatmet; ge-Mensa-mittagt; zwei Engel umarmt; frisch geladenes Handygeld abgesimst; mit dem Herzen im Ausland gewesen; mit dem Kopf im Berufsleben; gelacht im Spanischkurs (diesmal ehrlich); in die S-Bahn gequetscht; in die U-Bahn gematscht; nach Hause gestöckelt; Kaffee …

Studentin spielen

21. April 2008

Ja, heute war es soweit: Ich hatte seit langem mal wieder einen fast normalen Unitag. Und der war ganz schön hart.

Zunächst einmal bin ich verdammt verwöhnt und habe mich heute morgen um 8 mit sehr viel Mühe aus dem Bett gequält, nur um danach dreimal wieder unter die Decke zu kriechen und mir noch ein bisschen Zeit zu geben.
Dann der erste Kurs um 10. Ganz nett, aber verdammt sinnlos. Warum muss ich den machen?
Zwischen 12 und 14 Uhr wurde es nett; ich konnte im Innenhof der Uni in der Sonne hocken, brutzeln und nebenbei ein bisschen Spanisch lernen. Das war schön und ich wurde sogar ein bisschen duselig im Kopf von der UV-Strahlung, die ich schon so lange vermisse.
Ab 14 Uhr wurde es wieder anstrengend. Ich musste wieder so tun, als ob ich gut in Spanisch wäre und alles verstehen könnte und das, nachdem ich immerhin schon 4 Stunden Uni gehabt hatte! Das ist nicht leicht.

Nun bin ich total ausgelaugt, möchte schlafen und darüber jammern, dass ich ein bisschen Halsschmerzen habe. Es gab mal eine Anj, die zweimal die Woche 8 Stunden am Stück Uni hatte, die Tage dazwischen nur ein bisschen weniger, und nicht gleich am ersten Tag rumgejammert hat. Naja. Man entwickelt sich eben laufend weiter…

Alles klar?

18. März 2008

Hier ein Satz aus einem Buch, dass ich gezwungenermaßen für eine Hausarbeit lese - ganz nach dem Motto “Jetzt seh ich Klara!”

“Präsentation als Audruck der Kombination von Selbst- und Fremdrepräsentation und als Bedingung für Repräsentationsfähigkeit und Repräsentierbarkeit (als Bedingung der Zurechenbarkeit von Repräsentativität) ist auch für den Wähler als Träger eines freien Mandats kennzeichnend.”

Ach so!!! Mann, wer hätte das gedacht?!?!?

P.S.: Ohne arrogant sein zu wollen, stelle ich die gewagte These auf, dass vieleicht gar nicht ich es bin, die an ihrer Intelligenz zweifeln sollte, sondern … nun ja…

Unischweinereien III

20. Juli 2007

Vorabbemerkung: Ich seh schon, ich werde die römische Ziffern bis zweihundertachtundsiebzigtausend lernen müssen, wenn ich weiterhin Beiträge mit solchen Überschriften schreibe. Aber egal: Hier eine neue Schweinerei:

Wie jeden Montag saßen wir auch diesen in dem neuen Unigebäude, das anscheinend nicht isoliert ist (denn es hatte wie ein Kamel Fett in den Höckern Hitze in den Räumen gespeichert), dessen Klimaanlage und Rollos nicht funktionieren und in dem es einen Raum gibt, wo der Rauchmelder unaufhörlich knackt. In diesem Raum saß ich also und versuchte mich auf den Literaturkurs zu konzentrieren. Da kam auf einmal die neue Schreckensmeldung von meinem Dozenten: (more…)

Unischweinereien II

10. Juli 2007

Neulich berichtete einer meiner Unidozenten besorgt, dass das Burn-out-Syndrom auch jetzt immer mehr bei Studenten vorkomme. Das ließ mich ein wenig recherchieren: (more…)

Unischweinereien I

7. Juli 2007

Nach einer wahren Begebenheit:

Nichts Böses ahnend sitzt das niedliche Mädchen - nennen wir es einmal Sam, denn ungefähr so heißt es - in der Mathevorlesung und lauscht den Kommentaren ihrer Kommilitonen (Anm. by Anj: hihi, “den Kommentaren ihrer Kommilitonen” –> wie aus einem Romantikgedicht ;-) ). Der Prof starrt gelangweilt in die Gegend, so wie Sam das tut, aber sie darf es ja auch, ist sie ja nur desinteressierte Studentin. Er aber ist der Prof, das Vorbild, der Held der Vorlesung, ein Mentor für alle. Oder etwa doch nicht? (more…)