Call me „Praktikantin“

So, nachdem ich vorgestern aus dem Ostseeurlaub wiederkam, erwartete mich gestern schon die „Einführungsveranstaltung“ meines Praktikums beim Internationalen Literaturfestival Berlin im Büro der Sparte internationale Kinder- und Jugendliteratur. Nachdem schon allein nur die Einführung fünf Stunden dauerte, konnte ich mir ja vorstellen, was heute, an meinem ersten Arbeitstag, auf mich zukommen sollte.

Nachdem mich Praktikantenkollegin Juliane beinahe mit ihrem Rad angefahren hatte, betraten wir gemeinsam (und trotz aller Aufregung unversehrt) das Büro, in dem es schon verdammt streng nach Arbeit roch und wurden auch gleich zum Zettel-in-Umschläge-eintüten verdonnert. Kein Problem für uns – wir waren nach einer Stunde damit fertig und konnten uns der nächsten verwantwortungsvollen Aufgabe widmen: kopieren – und das nicht zu knapp. Das ging dann eigentlich die nächsten sechs Stunden so, bis auf einmal zwischendurch, als wir die E-Mail-Korrespondenz der Chefin in Ordner einsortieren mussten. Gar nicht so einfach, wie es klingt, aber wir waren trotzdem voll dabei und schafften die Aufgabe mit weniger als vier Fragen, die wir noch an die klügeren Kolleginnen richten mussten.

18 Uhr war dann Feierabend – zum Glück, wie ich finde. Denn für mich arbeitsfaules Wesen sind sieben Stunden Bürojob schon eine echte Herausforderung. Und es kommt noch besser: Beim nächsten Mal darf ich sogar Sachen machen, die meinen Verstand nicht ausschließen – yeah! Hoffentlich wird mir das nicht zu anspruchsvoll. Ich bin glücklich, wenn ich einfach nur lerne, wie man das Papier in einem Kopierer auswechselt (das kann schließlich auch nicht jeder).

So, und damit ich noch ein bisschen angeben kann: Ich kann ja während meiner Praktikumszeit gaaaanz tolle Jugendbücher lesen, sogar solche, die es noch gar nicht in der deutschen Übersetzung gibt, sondern nur in einer übersetzten Fassung, die allein fürs Festival angefertigt wurde, aber noch nicht auf dem deutschen Buchmarkt ist. Wenn also Liliana Bodoc nächstes Jahr einen Herr-der-Ringe-meets-Harry-Potter-Hype verursacht, kann ich sagen: „Ätsch, ich kenn das Buch ja schon!“

Am Dienstag ist mein nächster Einsatz. Warten wir gespannt ab, was es da zu tun (kopieren?) gibt…

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10 Antworten to “Call me „Praktikantin“”

  1. F. Oldörp Says:

    ihr seit ale so erfolgreiche buisness – people. wer sitz wieder auf der stelle? f. denkt an mich, wenn ihr später erolgreich in beruf und leben seit. vielleicht habt ihr ja auch mal einen euro für mich übrig, damit ich mir bei mc donalds ein eis kaufen kann.

  2. Anj Says:

    Höhö, Businesspeople, höhö… hab ich schon erwähnt, dass ich kein Geld kriege? Und außerdem erst nach 2 Jahren Studium ein Praktikum gekriegt habe? (Nicht, dass ich vorher gesucht hätte, aber…) Um also nicht ganz so ehrgeizig und streberhaft zu sein, kannst du dir ruhig noch ein Jährchen Zeit lassen, um ins Business einzusteigen.

  3. Anika Says:

    Ui, das klingt ganz schön anstregend, aber toll, dass Du eine Kumpanin hattest, die dasselbe (durch)macht wie Du, da fühlt man sich bestimmt schon ein bisschen besser, als so ganz allein..

    Mir haben ja schon 5 h Büro gereicht….

  4. Kassiopaia Says:

    Willkommen im Klub der Praktikantinnen! Ich begrüße dich zu diesem anstrengenden, anspruchsvollen Beschäftigungskreis und wünsche dir ordentlich Sitzfleisch oder Sthevermögen, je nachdem. 😉
    Wie lange geht das Praktikum denn jetzt?

    @F: Bei Würgerking kriegste für einen Euro sogar einen Cheeseburger!

  5. Anj Says:

    @ Ani: Ja, es war wikrlich anstrengend und ich schäme mich selsbt dafür, so ein Weichei zu sein, aber ich war diesem Tag echt hundemüde, hatte Kopfschmerzen und ansonsten tat mir auch alles weh. Die Beine vor allem und sogar meine Schlüsselbeine!!! Ich sollte doch ewig Studentin bleiben ^^ …

    @ Kassio: Das Praktikum geht bis ca Ende Septmeber oder 20. September oder so, ich weiß noch nicht so genau… Und danke für die Wünsche, Sitzfleisch habe ich schon, Stehvenmögen könnte ich aber gebrauchen.

  6. tina0822 Says:

    Wenn dir ein Buch gefällt, musst du deine Erfahrungen unbedingt weitergeben. Wir wollen ja alle schöne Bücher lesen!

  7. Jule Says:

    Alle anderen sind auch Weicheier. Das siehst Du nur auf den ersten Blick nicht.

  8. Anj Says:

    @ Tina: Mach ich natürlich!

    @ Jule: Das hast du nett gesagt 🙂

  9. tina0822 Says:

    Die ersten Tage sind immer am anstrengendsten, aber wenn es erstmal Spaß macht, dann ist man irgendwie abends trotzdem noch fertig, aber glücklich fertig.

  10. Anj Says:

    Hm, aber was sind die ersten tage? Da ich ja nicht fünf Tage die Woche arbeite, werden meine ersten Tage wohl erst nach drei Wochen rum sein ^^

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