Best of Musical – Rückblick

Am 15. Januar war es soweit, ich durfte endlich wieder meinem teuren Hobby frönen und ins Musical! „Best of Musical“ sollte mir einen Zusammenschnitt einiger meiner liebsten Bühnendarbeitungen präsentieren und den Abend im wahrsten Sinne des Wortes schwungvoll aus“klingen“ lassen. Bevor die Show begann, wurde uns ein instrumentales Medley bekannter Musicalsongs dargeboten. Ich spürte, wie die Tränen de Vorfreude in mir aufstiegen und ich dachte: „Jetzt reiß dich doch bitte zusammen. Das Musical läuft erst seit 2 Sekunden und du heulst schon fast!“

Zuerst gabs Grease, dann Elisabeth. Bei ihrer Performance von „Ich gehör nur mir“ spürte ich wieder, wie sich da was kleines Nasses meine Augen hochkämpfte. Auch diesmal konnte ich dem Drang wiederstehen, es hinauszulassen.

Dann Phantom der Oper, dann Mamma Mia.

Und dan… wurde uns mit extra Ankündigung eine begnadete Sängerin vorgestellt, die, nur vom Flügel begleitet, Lieder sang. Ohne Show. Nur sie, das Mikro und der Pianist. 1… 2… 3… 4… zählte ich in Gedanken mit, während ich gelangweilt auf meinem Stuhl zusammensackte. 5… 6… wie viele Lieder will die eigentlich noch singen? 7… 8… !

Vollkommen verärgert ging ich in die Pause. So kann man eine Show aber auch billig strecken. Stell eine Sängerin auf die Bühne und gib ihr Zeit (viiiiieeeeeeeel Zeit!) ihre Solokünste auszuleben. Oh Gott! Die Frau war klasse, der Pianist noch viel mehr, aber dennoch: Wenn ich in ein Musical gehe, will ich Show, Tanz, Gesang, Gruppendynamik, Bühnenbild, Kitsch, Action, Romantik, Schauspiel…  Was für ein Verrat! Mein kleines Musicalherz war gebrochen.

Die zweite Hälfte stimmte mich zwar wieder etwas gnädig, aber ein Knacks blieb da.

Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass der morgige Abend nicht gleichsam enttäuschend ist und dass „Die Nacht der Musicals“ sich nicht wieder als Solokonzert entpuppt. Geben wir dem morgigen Ereignis eine Chance und seien wir gespannt!

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6 Antworten to “Best of Musical – Rückblick”

  1. Kassiopaia Says:

    Es gibt noch eine „Nacht der Musicals“? Ist das das selbe nur in dunkel und ohne Licht?

    Doach was für Schweinebacken! Wie können sie dir dein Herz brechen. Vielleicht hättest du doch schon nach zwei Sekunden losschluchzen und dich nicht mehr beruhigen sollen, dann hättest du von der Gesangseinlage nüscht mehr mitgekriegt. Armes Anjahasi.

  2. Anj Says:

    Ich hoffe doch sehr, dass es nicht dasselbe ist. Nur eben das gleiche – vom Prinzip her. Hoffentlich wirds besser.

    Danke fürs virtuelle übern-Kopf-streicheln. Ich bin wirklich ein armes Hasi

  3. Anika Says:

    so, jetzt biste gerade da und ich drücke mal live ganz doll die Daumen, dass statt langweiligen Sängertussis knackige halbnackte Menschen tanzen und singen:-)

  4. Anj Says:

    Keine langweiligen Sängertussis, dafür knackige halbnackte Tänzer… aber das soll noch gar nichts heißen … ^^

  5. F Says:

    Klingt jetzt nicht so schlimm, wie ich es verstanden hatte, als du es mir erzählt hast.

  6. Anj Says:

    Ich habe hier auch nicht alles reingeschrieben, was mich bewegt hat. Und als ich es dir gestern erzählt habe, spielte sicher auch eine große Enttäuschgun eine Rolle, die ich einfach bei mittelmäßigen Musicals empfinde. „Schlimm“ wars ja auf gar keinen Fall, es war „ganz nett“, aber wenn Musicals nur „ganz nett“ sind, ist es für mich irgendwie „schlimm“. Komplizierte Sache

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