Hasst ihr das auch?

„Mir geht es SOOO schlecht. ALLES ist scheiße. Mein GESAMTES Leben ist VÖLLIG im Eimer.“

Oder mit anderen Worten…

Verkümmert und belogen
Verschlimmert und gestoßen
Für immer will ich sein
Ein kleines Jammerschwein!

Ich bin sicherlich die letzte, die nicht ständig behauptet, an die Grenzen ihrer nervlichen Belastbarkeit zu stoßen. Aber niemals würde ich erst genannte Sätze von mir geben. Manche Leute werfen aber gern damit um sich. Kennt ihr das auch? Oder vielmehr: Hasst ihr das auch?

28 Antworten to “Hasst ihr das auch?”

  1. Anika Says:

    Ja. Ja. und Ja.

  2. Anj Says:

    Wie meinst du das? ^^

    Das nenn ich eine klare Antwort!

  3. F Says:

    Lass die Leute reden…

  4. Anj Says:

    Wird schwierig, wenn man anteilnahmsvoll antworten soll (Anm.: Wow! Was war das denn für ein tolles Wortspiel???)

  5. tina0822 Says:

    Ich find sowas schlimm, wenn man mit seinen Problemen andere belastet. Dazu hat man die beste Freundin. Aber sich bei allen über alles zu beklagen, finde ich übertrieben. Menschen meckern einfach gern rum.

  6. Mao-B Says:

    tjo, imho gibt es da einen kleinen feinen unterschied zwischen wirklich leiden und jammerndem nach aufmerksamkeit haschen. allerdings ist darüber reden, den dreck einfach an jemanden adressieren für den sich auskotzenden durchaus sehr hilfreich. man muss denjenigen aber dann auch freundlich aber bestimmt darauf hinweisen wenn er mit seinen problem(ch)en an der falschen adresse ist. das ist nicht einfach.

  7. Anj Says:

    Hm, ich finde es schon sehr wichtig, mit anderen über seine Probleme reden zu können. Und wenn es davon viele gibt, dann sollte das auch möglich sein. Und „Problemchen“ gibt es in dem Sinne nicht. Wenn jemanden etwas belastet, ist e snun mal für ihn wichtig und sollte es somit auch für dessen Freunde sein.
    Was ich aber partout nicht leiden kann, ist diese ständige Überformulierung, dass (wie oben beschrieben) ALLES total scheiße sei etc. Da gibt es dann acuh gern Menschen, die diese Übertreibung nicht nur einmal verbalisieren, sondern sie zu ihrem Leitspruch machen.

  8. Mao-B Says:

    Aber… aber… es IST doch nun mal so…😉 Nee, schon klar. Mit Freunden muss man drüber reden dürfen können. Ab und an hilft es sich mal bewusst zu machen was man eigentlich hat, und wie schlecht es ggf. anderen geht. Mir hat das ziemlich geholfen meinen Horizont wieder gerade zu biegen.

  9. lordfoltermord Says:

    Auch nicht schlecht: Standardgefragt zu werden, wie es einem so gehe und bei einer ehrlichen kurzen aktuellen Zustandsbeschreibung, die halt nicht immer ein „Bestens“ rechtfertigt, in ein verstörtes Gesicht sehen müssen.
    Ja, dann fragt halt nicht!!!

    Ein ehem. Chef war ein Spitzenkönner. Während die Frage sich noch im Klangraum verbreitete schon auf dem Sprung weiter zu sein; wie subtil kann man geheucheltes bzw. formhalber absolviertes Interesse noch darstellen?

  10. Soulsnatcher Says:

    Ich differenziere da sehr stark.
    Wen jemand wirklich Probs hat, höre ich ihm gern zu. Kein Ding das.
    Aber die oben beschriebenen „Jammerlieschen“ gibt es leider zur Genüge.
    Die meisten davon sind bei mir Gott sei Dank in der Vergangenheit versunken.
    Ich hab aber auch kein Prob damit, jemandem zu sagen: „Hab dich nicht so, hast lang genug gelitten, krieg den Arsch hoch.“
    Naja, meistens etwas sensibler verpackt🙂

  11. puppe Says:

    es immer dann anstrengend, wenn im gegenzug das ohr des leidenden verschlossen bleibt. jammern ohne hilfe anzunehmen, sollte verboten werden.

  12. Frank Says:

    Und ich dachte immer, dass Frauen von ihren Problemen erzählen wollen ohne Ratschläge oder Hilfe zu erhalten. Sprich: ohne eine Lösung zu finden.

  13. puppe Says:

    @Frank: ach echt? dann gehöre ich nicht zu der sorte frauen.

  14. Kassiopaia Says:

    Sich mal bei jemandem auszuheulen, weil man mal eine schlechte Phase hat und gerade wirklich alles schlecht findet, kennt sicher jeder und hat sicher jeder auch schon mal gemacht. Die Leute, die aber ständig nur am Rumjammern sind und immer und überall nur das schlechte sehen, finde ich auch äußerst anstrengend. Wenn man nicht ganz nahe am wirklichen Abgrund steht, dann kann gar nicht ALLES schlecht sein. Doch wie Puppe schon sagt, beim Ausheulen sollte der Jammernde auch ein offenes Ohr für Ratschläge und liebe Worte haben, damit er aus diesem Tal wieder raus kommen kann.

    @ Lord: Das finde ich auch so schlimm, dass das „Wie geht’s?“ zur Floskel verkommen ist und jeder schon ein „Gut“ erwartet oder gar einfach weiterredet, ehe die Frage beantwortet wurde. Klar schüttet der Befragte nicht jedem sein Herz aus, doch andersrum sollte man auch nicht fragen, wenn man eh nicht an einer ehrlichen Antwort interessiert ist. Und gut geht es einem ja wirklich nicht jeden Tag.

  15. Anika Says:

    Frank: da hast Du wohl zu viel in dem grässlichen „Warum Männer…warum Frauen…“-Buch gelesen. Schnell aus dem Kopf klopfen, los!

  16. Anika Says:

    Niedliches Gedicht übrigens, Anj. Hat mich sehr erfreut^^

  17. schneegespenst Says:

    Kenne ich. Und es nervt. Ich habe auch mal so einen Jammertag, den hat wohl jeder. Aber diese Dauerjammerer nerven!

  18. Frank Says:

    Immer diese Dauergenervten ^^

    Anika: Hm, das entsprang eher persönlicher Erfahrung. Gerade deshalb ist es so interessant. Es is zwar nich ausm Kopf, aber immerhin mit einem kleinen Gegengewicht ausbalanciert😉

  19. Anika Says:

    Frank: also das kann ich absolut nicht bestätigen, dieses Vorurteil. Ich will auch selbst immer eine Lösung finden, wenn ich mit jemandem über meine Probleme rede…

  20. Mao-B Says:

    Ausnahmen bestätigen die Regel. Und haben sie meistens auch😉 *scnr*

  21. Anj Says:

    @ Frank: Ich finde, man kann das mit den lieben Frauen nicht so verallgemeinern. Was gemeint ist, ist denk ich folgendes: Wenn „Frauen“ (oder „Menschen“ – das geht auch ^^) über Probleme reden, wollen sie zunächst einmal, dass es einen aufmerksamen Zuhörer gibt, der sich in sie hineinversetzt, mitfühlt und mitdenkt. Dass man keine Ratschläge oder Lösungen hören will, ist Quatsch, es ist eben nur nicht Voraussetzung für ein Gespräch. Also, wenn cih jemandem mein Herz ausschütte, erwarte ich nicht, dass er/sie mir dann Lösungen aufzeigt und fänds auch nicht schlimm, wenn das nicht geschieht. Wenn aber doch – na, umso cooler!

    @ Ani: ganz lieben Dank für dein Kompliment bezüglich meines künstlerischen Schaffens. Ich wusste nicht, dass das Thema so heiß ist, dass man darüber hinaus meine Jammerschein-Zeilen nicht sieht ^^

    Kassio & Lord: Dieses „Wie gehts dir“ als Floskel finde ich auch ganz sclimm, ich glaube, das kulminiert sich im englischen „How are you“, wo einem das als Begrüßung zugerufen wird und man keine Antwort erwartet.

    Nochmal Ani: Und wen ich bei unserem nächsten Gespräch keine Lösung anbieten kann, bin ich dann raus?😦

  22. Kassiopaia Says:

    Alter Schwede, Anj, mit was für Worten wirfst du denn um dich??? „Kulminiert“??? Was zur Hölle soll das bedeuten? Also so auf deutsch, weeste? *g*
    Aber ja, ich denke, aus dem Englischen ist das mal wieder herüber geschwappt genau wie das eingedeutschte „Das macht doch keinen Sinn“ alias „It don’t makes sense“. Pah!

  23. Anj Says:

    kulminieren heißt sowas wie „sich gipfeln in“, „den Höhepunkt erreichen“ oder so🙂

    und äh, Kassio… „it DOESN’T make sense…“ ^^ (sorry, aber ich grins mir gerade einen ab…)

  24. Frank Says:

    Ich find das nich schlimm, dass die Amerikaner „How are you“ (obwohl sie das eigentlich nie sagen, eher: „How’re you doing?“ oder „How’s it going?“) als Begrüßung sagen und darauf keine ernsthafte Antwort erwarten. Das ist eben so. Vielleicht muss man dann einfache seine Erwartungen an die Frage ändern. Im Deutschen kommts ja auch auf die Formulierung an. Bei „Wie geht’s“ z.B. würde ich mir auch denken, dass derjenige keine formelle Schilderung des tatsächlichen Zustands wünscht. Auf den Gesprächspartner kommts ja außerdem an, und das eine Floskel nicht mehr wirklich das bedeutet, was ihre Wörter aussagen ist ja auch nicht zum ersten Mal der Fall.

    Anj: Und ich dachte immer, dass heisst „it don make no sense to me“🙂

  25. Kassiopaia Says:

    Scheiße! Alles im Satz falsch gemacht, was nur geht. Arg! *rot anlauf*

  26. ely Says:

    ich hab es mir mal zur gewohnheit gemacht auf die frage „wie geht’s“ mit „ach fragen s’e nicht“ zu antworten. was soll ich sagen…hat geholfen. sie fragen nicht mehr…lässt sich auch leicht am gesicht ablesen ;o)

    liebe unbekannte grüße
    ely

  27. Anj Says:

    Frank: Wenn ich aber jemanden frage „Wie geht es dir“ hätte ich mesit schon eine geanuere Schilderung, jedenfalls ist das nicht als „Hallo“-Floskel gemeint. Was soll man auch sonst fragen, wenn man es wirklich wissen will?
    Und: „It ain’t just make no sense to me at all!“ Yeah! ^^

    Kassio: Gräm dich nicht, du Arme, du hast nicht ALLES in deinem Satz falsch gemacht, es ist nicht ALLES scheiße, weißt du? ^^

    Ely: Hi! Schön, dass du vorbeischaust😉 Ich hab mir als Antwort angewöhnt: „Muss ja!“, dazu ein theatralisches Seufzen udn ein freches Grinsen ^^

  28. tina0822 Says:

    „Wie gehts?“ wird man doch meistens so von flüchtigen Bekannten gefragt, die man zufällig auf der Straße trifft und denen ein bloßes Hallo zu wenig ist. Also wird künstlich ein kurzes Gespräch erzeugt. Das Nervige ist, dass man dann sowieso nicht mehr als „Gut“ sagen kann, denn will man diesem anderen fast fremden Menschen nun wirklich erzählen, dass man grad durch ne Prüfung gerasselt ist oder was einem sonst grad Fieses passiert ist. Ich mag die Frage jedenfalls nicht so gern beantworten, wenn es mir eben nicht gut geht. Am besten: sowas fragt man wirklich nur diejenigen, die einem wichtig sind und bei denen man es wirklich wissen will. Ich mach das so.

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