It’s not my time

Konzert! Konzert! Konzert!

Es wird sich gepflegt in die Massen gekuschelt, die erwartungsvoll vorm Halleneingang stehen und „Going down in Flames“ live hören wollen. Um uns herum erstaunlich viele Sachsen. Ich sage irgendwas in meiner üblich-absurden Mischung aus Sächsisch, Bayrisch, Berlinerisch und Standarddeutsch und sofort antwortet mir jemand „Ach??? Hallo!!!“ Man hat mich verstanden. Gedrängel und Geschubse. „Wo sind denn auf einmal unsere Sachsen?“, ruft meine Begleitung. „Hier simmoa!“ Na, dann wird ja alles gut.

„Vorsicht! Stufe, Stufe, Stufe! Vorsicht! Stufe, Stufe, Stufe!“, warnen wir die nachkommenden Fans.

Dann drin. Eine Käsebrezel und einen Spaziergang zu den Geheimtoiletten später hört man sich auf den Stufen hockend, während alles anderen um einen herum steht und hopst, die erste Vorband an. Joa. Okay. Aber seine Stimme wird bald nicht mehr zu gebrauchen sein.
Die zweite Vorband. Uuuaaa. Naja. Der kann seine Stimme aber auch bald wegschmeißen. Wahrscheinlich schon gleich.

„Make some nooooooiiiiise!“ Gepflegtes Kopfschütteln.
„Make some fuckin‘ noooooiiiiiise!“ Kopfschütteln. Nein.
„Make some fuckin‘ noise for 3 Doors Down!“ Nicht auf diesem Niveau bitte.

Nachdem dann auch endlich die fuckin‘ schreilaute fuckin‘ Band ihr fuckin‘ letztes Lied ge- fuckin‘ -kreischt hat, streichen wir uns den Tinitus aus dem Ohr und warten ab.

Endlich! Endlich! Endlich!

Da sind sie. Und ja okay, es sind fünf (nicht vier…) Jungs und von denen heißt auch keiner Chad. Aber was soll man machen, wenn einem der Name nicht mehr einfällt und Chad doch so gut zu Matt, Brad, Todd und Chris passt. (wie soll man sich auch „Greg“ merken?).

Endlich mal schöne Musik und endlich singt die mal jemand so, dass einem nicht die Tränen in die Augen schießen, weil die Stimmbänder mit Sandpapier abgerubbelt werden. Besonders toller Moment: Der (im wahrsten Sinne des Wortes) „Evergreen“ der Jungs: Kryptonite. Yeah. Da gibts sogar passend eine giftgrüne Gitarre.

Und dann ist alles viel zu schnell vorbei und man bahnt sich seinen Weg durchs krokodilhausatmosphärische Treppenhaus, geht bei seinem Stammshop türkisches Wasser kaufen und macht in der U-Bahn die Augen zu, weil schon wieder Leute reinrennen, obwohl sich die Türen schon schließen und man nicht sehen will, wie jemandem das zum Verhängnis wird.

Schön wars. Aber nächstes mal bitte unbedingt mit „Going down in Flames!“

6 Antworten to “It’s not my time”

  1. Genzel Says:

    Greg war mal bei Puddle of Mudd, und Mudd paßt ja super zu Matt, Todd usw. usf. … also ganz easy zu merken.
    Schön, daß es schön war. „Going Down in Flames“ fehlte vielleicht wegen irgendwelchen Feuerschutzbestimmungen in der Venue.

  2. Anj Says:

    Na Mensch, was für eine Eselbrücke. Da ist es mir ja fast peinlich, dass ich den Namen nicht wusste.😉
    Naja, die Feuerschutzbestimmungen waren im Venue echt null. Hätte da was gebrannt, wären wir alle draufgegangen. Bei dem Geknuddel und Rumgeschubse im Treppenhaus…

  3. Tina Says:

    Leider fehlte in dem Bericht noch die Problematik mit unseren Sitzplatznummern. Wir hatten alle die 111. Also nicht nur wir, auch die Sachsen hinter und neben uns (die übrigens der Meinung waren, wir hätten vorgeglüht – nee, wir doch nicht!).
    Vielleicht war es deswegen so eng, alle auf einem Platz sitzen, geht eben nicht.
    Kryptonite war auch mein Highlight! Wie die alle hießen, war mir egal. Ich kann das immer gut umschreiben: der mit den Haaren, der mit dem Istrument in der Hand… Reicht doch, um sie zu unterscheiden.

  4. Kassiopaia Says:

    Jaja, Namen sind völlig überbewertet.😀

  5. Anj Says:

    Ja, das mit den Sitzplätzen war schwierig. Vor allem, weil viele sie bei den Vorbands schon als Stehplätze missbraucht haben. Gemein. Da kam man sich ganz klein vor zwischen den wippenden Körpern.
    Tina, gute Umschreibungen. „Der mit den Haaren“ zB war der an den Drums.🙂

    Kassio: Sag ich doch.

  6. Anika Says:

    du in deiner üblich-absurden …irgendwas. jaa, das klingt nach dir. kann ich mir gut vorstellen^^

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