Warum man Menschen hassen kann

Der pubertäre Junge neben mir in der U-Bahn, der auf mich zeigt und mit der anderen Hand eine eindeutige Geste über seinem Schritt macht.

Die autoritäre Dame vor mir beim Bäcker, die die nette Verkäuferin grundlos in alter Lehrerinnenmanier anschnauzt, weil diese nicht Gedanken lesen kann.

Die sonnenbebrillte Mittvierzigerin mit königlichem Verhalten, die mir und meinem Einkaufswagen im Weg steht und mich – den Pöbel – zur Seite wegwinkt.

Der strebsame Student im Unikurs, der keine Ahnung hat und trotzdem andere unterbricht und seine erdachten Antworten in den Raum brüllt – jedes Mal und immer wieder die falschen.

Ich muss euch nicht schlagen, euch treten oder theatralisch vor euch mit den Augen rollen. Ich will euch nur sagen: Ihr seid der Grund dafür, warum es Misanthropen gibt.

Advertisements

7 Antworten to “Warum man Menschen hassen kann”

  1. Richard Synn Says:

    …der Mann, der sich eine dreiviertel Stunde lange Bahnfahrt die Nase hochzieht, ohne sie sich zu putzen, auszusteigen oder einfach endlich zu platzen.

    …der Busfahrer, der seinen eigenen Menschenhass nicht kanalisieren kann und ihn ungesteuert an jedem Fahrgast auslässt.

    …die Frau, mit der man zusammen eine Gruppen-Projektarbeit machen muss und die bei jedem Vorschlag, der von den sechs weiteren Personen in der Gruppe kommt, immer sagt: „Das wollte ich auch gerade vorschlagen.“

    …Weltverbesserer, die sich gerne in eine samtweiche Hülle aus weltverbesserlichem Halbwissen und Gutmenschtum einpacken, ohne Ahnung zu haben und ohne wirklich mal was zu machen…Hauptsache man hat geredet.

    Eieiei da fiele einem noch so vieles ein. Aber danke, dass man hier die Chance hat sich auszusprechen, Frau Doktorin 😀

  2. abraxandria Says:

    Ach ja, leider kennt jeder solche Geschichten nur zu gut!
    Ich fahre ja am liebsten Rad und versuche so, wenigstens auf Hin- und Rückwegen solche Leute zu meiden und schön allein zu sein. Aber da gibt es denn die irren Radfahrer und die rücksichtslosen Autofahrer…
    Wahrscheinlich hat man beim zu Fuss gehen am meisten seine Ruhe, mit Mp3-Player auf…

  3. Anika Says:

    die zwei, die den einen festhalten. der andere, der zuschlägt.

  4. lordfoltermord Says:

    Aber ein wenig Augenrollen oder mit den derzeit außerhalb Hamburgs so beliebten Papierkugeln nach Vollhorsten und -horstinnen werfen sollte schon aus Gründen der Psychohygiene immer in Betracht gezogen werden.

  5. Schaps Says:

    Ich hoffe das war nicht ich in der U Bahn…

  6. Soulsnatcher Says:

    Ich habe mich seelisch moralisch schon so weit von diesen P{zensiert}nelken entfernt das ich gestehen muss: Ich nehme sie schon gar nicht mehr war.
    Nun werfen sie mir Arroanz vor, aber Stolz wirkt von unten ja immer arrogant 🙂

  7. penetranza Says:

    Der der dich im Stich lässt…
    Der dessen Lieblingswort Nein ist und der grundsätzlich gegen jeden Vorschlag ist… auch wenn er bis vor 5 min. dafür war, aber jetzt hast du das vorgeschlagen…
    Der der sich nie entscheiden kann „ja oder nein oder doch ja aber besser nein“…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: