Archive for the ‘Musi’ Category

14. November 2009

popgasm

Nach zwei Jahren hieß es endlich wieder „Augen zu und oben durch„, was eigentlich auf den U-Bahntunnel bezogen war, der diesmal gar nicht so überfüllt schien, was sicherlich daran lag, dass wir länger an der Gaderobe anstanden… aber von Anfang:

Das erste Mal anstehen in einer Reihe, die durch eine Straße und eine Ampelphase unterbrochen wurde.. Das erste Mal eine kleine Flasche Volvic mit ins Konzert schmuggeln, ohne dass wilde Taschendurchsuchgrabbelfingerchen sie mir wegnehmen konnten.
Zweimal Vorband. Zweimal Bühnenumbau. Zweimal mehr Beine in den Bauch stehen. Und dann: zum zweiten mal Sunrise Avenue live sehen! Die finnischen Jungs um Samu, Rikku, Raul und… Ikea und Aldi Nord (ja, Namen lernen ist auch nach einigen Jahren genauso schwer wie am Anfang, deswegen bleibe ich ersatzweise mal bei diesen typisch skandinavischen Männernamen) sind auf der Bühne wirklich ein musikalischer wie entertainiger Hochgenuss. Einigkeit und Recht und Freiheit, Freude schöner Götterfunken, Beatboxing, No Woman No Cry, Handtücher ins Publikum, „I say Pop you say Gasm“ – alles dabei gewesen.
Leider auch zum zweiten Mal: eine dämliche Anmache vom Quietschemädel neben mir („Kannste mal weiter nach hinten gehen, ich steh nicht so auf Körperkontakt“), die aber trotz aller Frechheit immer noch nicht jenes erste Mal bei einem anderen Live-Künstler von vor ungefähren fünf Jahren topt („Könnt ihre mal bitte leiser mitsingen?“).
Überraschung des Abends war aber, dass der eine Song des neuen Albums, der mir seltsamerweise fehlt und mir deshalb bis gestern unbekannt war, spontan mein neues Lieblingslied von der Scheibe wurde. Geschmacksprobe?

I’ve been wanting to die
Just so you know
Trying to show them all
how I’m alone
I’ve been hating my bedroom in the night

Take your love and leave me behind
Realize we’re mistaken
I don’t need to be torn down
Not again Not again

Ikea, Edeka, Aldi Nord und Reichelt – und wie sie alle heißen mögen: Kommt bald wieder. Dieses Fairytale endete nicht bad, obwohl es Feitag, der 13. war. 🙂

Baby, baby, wo ai ni!

26. Februar 2009

zhou-jielunEs ist immer wieder komisch, welcher Doppelmoral man sich doch manchmal selbst bewusst sein kann – und das aber gar nicht so schlimm findet.

Mittlerweile ist man da nämlich rausgewachsen: Aus diesem ganzen oberflächlichen Popgeschnulz mit „Baby baby baby yeah I love you baby baby baby you’re the only one…“; Melodien, die aus drei Tönen bestehen; Sänger, die mittlerweile jünger sind als man selbst und stolz von ihren ersten Intimerlebnissen in der BRAVO berichten; Texte, die den Inhalt eines Flaschenetiketts haben und vor allem übertrieben leidende, liebende und verzweifelte Gestiken beim Auftritt. Nä. So Boybandkram geht gar nicht mehr.

Und dann sitzt man mit Pizza und Nektarine vor dem Fernseher und wird auf einmal wieder ganz Mädchen. Mit glühenden Wangen und hüpfendem Herzchen und ganz viel Fernweh. Und dann will man dahin, was einem der Konzertmitschnitt auf DVD so eindrucksvoll präsentiert. Rein in die quiekende und hüpfende Menge, Leuchtstäbchen schwenken, Liedtexte mitlallen und aufjauchzen, wenn das chinesische Teenieidol Jay Chou in die Masse aus tausenden von Fans winkt und man sich sicher ist, dass er nur einen selbst gemeint haben kann.

Dann malt man sich aus, wie man mit Zöpfchen und rosa Schminke das Mädchensein genießt. Solange, bis man es geschafft hat, die Texte zu übersetzen und sich fragt, was an „Baby baby baby yeah I love you“ eigentlich so aufregend ist, dass das alle singen müssen.

Betitel dein Leben

6. November 2008
Hier hab ich ein ganz wundervolles Stöckchen gefunden. Und da hab ich den Jens vom ShadowBlog doch gleich mal gefragt, ob ich mir das wegmopsen darf. Durfte ich 🙂
bla
Du und die Band deines Lebens (ich mache es Jens nach und beantworte alle Fragen mit Songtiteln von nur einer Band / eines Sängers / einer Sängerin)
la
Beschreibe dich: Vulnerability

Wie denken Andere über dich: Clown
l
Wie denkst du selbst über dich: Anytime you need a friend
l
Beschreibe wo du gerne wärst: Never too far
l
Beschreibe wer du gerne wärst: Hero
l
Beschreibe deinen Lebensstil: Emotions
l
Dein Lieblingshobby: Daydream
l
Deine Stadt: We belong together
l
Wo siehst du dich selbst in 10 Jahren: Reflections
l
Eigenschaft, die du an Menschen schätzt: Fantasy
l
Eigenschaft, die dich nervt: Bringin‘ on the Heartbreak
l
Lebensmotto: There’s got to be a way
l
Ziel/Wunsch für 2009: Lead the Way
l
Und zuletzt, ein paar Worte der Weisheit: Everything fades away
l
l
Nehme sich weg, wer wolle.

It’s not my time

2. November 2008

Konzert! Konzert! Konzert!

Es wird sich gepflegt in die Massen gekuschelt, die erwartungsvoll vorm Halleneingang stehen und „Going down in Flames“ live hören wollen. Um uns herum erstaunlich viele Sachsen. Ich sage irgendwas in meiner üblich-absurden Mischung aus Sächsisch, Bayrisch, Berlinerisch und Standarddeutsch und sofort antwortet mir jemand „Ach??? Hallo!!!“ Man hat mich verstanden. Gedrängel und Geschubse. „Wo sind denn auf einmal unsere Sachsen?“, ruft meine Begleitung. „Hier simmoa!“ Na, dann wird ja alles gut.

„Vorsicht! Stufe, Stufe, Stufe! Vorsicht! Stufe, Stufe, Stufe!“, warnen wir die nachkommenden Fans.

Dann drin. Eine Käsebrezel und einen Spaziergang zu den Geheimtoiletten später hört man sich auf den Stufen hockend, während alles anderen um einen herum steht und hopst, die erste Vorband an. Joa. Okay. Aber seine Stimme wird bald nicht mehr zu gebrauchen sein.
Die zweite Vorband. Uuuaaa. Naja. Der kann seine Stimme aber auch bald wegschmeißen. Wahrscheinlich schon gleich.

„Make some nooooooiiiiise!“ Gepflegtes Kopfschütteln.
„Make some fuckin‘ noooooiiiiiise!“ Kopfschütteln. Nein.
„Make some fuckin‘ noise for 3 Doors Down!“ Nicht auf diesem Niveau bitte.

Nachdem dann auch endlich die fuckin‘ schreilaute fuckin‘ Band ihr fuckin‘ letztes Lied ge- fuckin‘ -kreischt hat, streichen wir uns den Tinitus aus dem Ohr und warten ab.

Endlich! Endlich! Endlich!

Da sind sie. Und ja okay, es sind fünf (nicht vier…) Jungs und von denen heißt auch keiner Chad. Aber was soll man machen, wenn einem der Name nicht mehr einfällt und Chad doch so gut zu Matt, Brad, Todd und Chris passt. (wie soll man sich auch „Greg“ merken?).

Endlich mal schöne Musik und endlich singt die mal jemand so, dass einem nicht die Tränen in die Augen schießen, weil die Stimmbänder mit Sandpapier abgerubbelt werden. Besonders toller Moment: Der (im wahrsten Sinne des Wortes) „Evergreen“ der Jungs: Kryptonite. Yeah. Da gibts sogar passend eine giftgrüne Gitarre.

Und dann ist alles viel zu schnell vorbei und man bahnt sich seinen Weg durchs krokodilhausatmosphärische Treppenhaus, geht bei seinem Stammshop türkisches Wasser kaufen und macht in der U-Bahn die Augen zu, weil schon wieder Leute reinrennen, obwohl sich die Türen schon schließen und man nicht sehen will, wie jemandem das zum Verhängnis wird.

Schön wars. Aber nächstes mal bitte unbedingt mit „Going down in Flames!“

Hey Jane – I will always be with you!

2. Oktober 2008

Ach ja gestern. Als man dreimal um das Clubgebäude lief, um den richtigen Eingang zu finden. Und dann der Stempel, der nur im Schwarzlicht existiert und der Irrgartenweg zu den Toiletten. Zweimal Bionade Holunder. Dann eine Theorie, die sich langsam bestätigt: Je unbekannter und unberühmter der Hauptact, desto besser die Vorband. Rückblickend ein Gespräch darüber, ob finnische Musiker wohl Ikea und Edeka heißen und ob man so nicht die deutschen Kollegen aus Föhr (oder von Föhr?) auch nennen könnte, wenn man nicht weiß, von wem man nun ein Kind will. Und ob man eins will. Aber man will sein Lieblingslied über Tarzans Freundin und das kommt nicht. Und dann geht man wieder raus – das weggenommene Volvic steht noch da – und macht aus Trotz das Lied auf dem Handy an. Und freut sich dennoch und will nochmal.

Häppchen fürs CD-Regal

18. August 2008

And you singing the song thinking this is the life
And you wake up in the morning and your head feels twice the size
where you gonna go, where you gonna go, where you gonna sleep tonight?

Morgen kommt die CD von Amy McDonald an – juhu! Endlich mal wieder schöne Musi hören von ner Frau mit Powerstimme. Wenn mir das Album gefällt, geh ich bestimmt zu ihrem Konzert am 20. Oktober in Berlin. Brauch ich nur noch jemanden, der mitkommt… Mal gucken, wen ich da besteche…

Hörschaden kuriert?

13. März 2008

Ich kann es nicht fassen!  Gerade hört mein Wandnachbar eines meiner derzeitigen Lieblingslieder – „Almost Lover“ von A Fine Frenzy! Ich bin ganz … verwirrt… durcheinander… und beinahe verstört! Was ist aus meinem nervigen Wandnachbarn geworden, der morgens halb acht anfängt, Rihanna-Alben rauf und runter zu spielen? Der nachmittags eine Celine-Dion-Platte auflegt und zum Zubettgehen „I will always love you“ von Whitney Houston hört?
Okay, dass der Typ kurz vor Mitternacht gern anfängt, laut zu werden, kenn ich ja schon. Aber mit schöner Musik??? Wahnsinn!!! Wir werden doch noch Freunde! Demnächst hört der vielleicht sogar noch Sunrise Avenue oder Absolute oder Shout out louds oder By Heart…

Oh, Moment, ich höre gerade; er hat die CD gewechselt… Ach Mist… klingt nach Kuschelrock 13 oder so… 😦

Die Sache mit dem TH

20. Februar 2008

Go on. Go on. Leave me breastless.

(In Anlehnung an einen Song von The Corrs)

Dädde uuuuuuuuuuuuh

30. Januar 2008

Die Bewertung des gestrigen Abends bei der „Nacht der Musicals“ lässt sich folgendermaßen beschreiben:

„Nur ein Song aus König der Löwen!!!! Nur ein Song????!!!!“

Joa, mehr brauch ich wohl nicht zu sagen, außer:
Darsteller – unattraktiv, bisschen zu Opernsängermäßig, teilweise gut gesungen, teilweise daneben gelangt
Auswahl an Musicals – wirklich umfangreich, respekt!
Tänzer – allesamt sehr süß (bis auf die kleine Blonde, die ein Eislächeln im Gesicht hatte), aber die Choreografie war sehr langweilig und einfallslos
Extras: es gab eine kleine Showeinlage, in der uns ungelenken ZuschauerInnen ein Tanz beigebracht wurde. Das lustige daran war, dass F, Wendy und ich uns ständig ineinander verhakten und damit aus dem Lachen nicht raus kamen / nicht zu verachten ist schießlich auch meine Eigeninterpretation eines Boney M. Songs (wird im Titel schonmal angedeutet; wer sie live hören möchte buche mich bitte unter meiner Bürohotline)
Ausführlicher Bericht: ab zu F !

Best of Musical – Rückblick

28. Januar 2008

Am 15. Januar war es soweit, ich durfte endlich wieder meinem teuren Hobby frönen und ins Musical! „Best of Musical“ sollte mir einen Zusammenschnitt einiger meiner liebsten Bühnendarbeitungen präsentieren und den Abend im wahrsten Sinne des Wortes schwungvoll aus“klingen“ lassen. (more…)